Vision Quest: Detailinformation
Visionssuche - Persönliches Wachstum mit der Kraft des Übergangs-Ritus
Wir alle gehen im Leben durch - manchmal dramatische - Wandlungskrisen.
Wir finden uns in Schwellensituationen wie Wechsel der Rolle, des Berufs oder der Lebensaufgaben, bevorstehende Elternschaft, Auszug der Kinder, Krisen der Lebensmitte, Ruhestand, innere Erneuerung.
An solchen Wendepunkten ringen wir als Menschen auch erneut um einen befriedigenden Lebensentwurf.
Der uralte Übergangsritus der Visionssuche bietet hierfür eine erprobte, wirksame Struktur.
Übergangsriten finden sich in allen alten Kulturen, sie haben bei aller kultureller Vielfalt und Verschiedenheit eine sehr ähnliche Grundstruktur, die auch moderne Menschen nutzen und mit ihren persönlichen Wert- und Glaubensvorstellungen füllen können. Sie sind aus tiefer Einsicht in die menschliche Natur so angelegt, dass sie für den einzelnen an Wendepunkten des Lebens als Selbstklärung und Stärkung wirken. Sie helfen, sich in Frieden vom Alten zu trennen, sich neu bestimmen, zu wandeln und dem neuen Lebensabschnitt kraftvoll zuzuwenden.
Selbst gestaltete Rituale, Fasten und intensive Verbundenheit mit der Natur tragen dazu bei, dass die Neubestimmung aus der Tiefe des eigenen Wesens, aus der eigenen, innersten Natur heraus geschehen kann.
Erfahrene, menschlich kompetente Begleiter und die Gruppe als sozialer Rahmen tragen dazu bei, die Vision
- die neue Schau des eigenen Lebens - auf den gelebten Alltag zu beziehen, das ureigene Feld ihrer Erfüllung.
Ablauf einer Visionssuche
- Vorbereitungszeit: Klärung der persönlichen Absicht und Fragestellung; Übungen in der Natur, die auf die Zeit in der Wildnis hinführen; Einweisung ins Fasten; Symbolik der Welt "jenseits der Schwelle"; selbst geschaffenes Rituale; zeremonieller Umgang mit der Rassel; Finden des persönlichen Kraftplatzes für die Zeit in der Wildnis; Umgang mit möglichen Gefahren und Ängsten; Sicherheitssystem.
- Visionssuche: Vier Tage und Nächte allein in der Wildnis mit minimaler Ausrüstung, die aber persönliches Wohlbefinden und Sicherheit garantiert, fastend mit ausreichend Wasser, ohne äußere Ablenkung oder Einmischung. Die Leiter halten sich in einem zentral gelegenen Basislager auf und sorgen für die Sicherheit und Unterstützung der Gruppe.
- Nachbereitung: Rückkehr aus der Wildnis; zeremonielle Reinigung und Fastenbrechen; Erzählen der in der Wildnis erlebten Erfahrungen und Einsichten; Untersuchung (Spiegeln) dieser Geschichte, ihrer Symbolik und Gehalte; Gespräch über die Bedeutung der Erfahrung für die persönliche Lebensgestaltung im Alltag; Vorbereitung auf die Heimkehr; Abschied.
Wir legen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei diesem Übergangsritus weder um die Nachahmung eines traditionellen, indianischen Visionssuche-Rituals handelt noch um Psychotherapie oder einen Ersatz dafür.
Die Visionssuche nutzt und vermittelt kultur-übergreifende, archetypische Strukturen und Gehalte von Initiations- und Übergangsriten in der Natur, wie sie in allen alten Kulturen der Welt über Jahrtausende entwickelt wurden und zum Teil noch lebendig sind.
Solche Strukturen lassen sich auch mit den Wert- und Glaubensvorstellungen moderner, zivilisierter Menschen füllen. Sie bieten Raum für erlebte, tiefe Einsicht in das persönliche Schicksal und in die innere Bestimmung und Berufung, in denen es sich ausdrückt. So bewirken sie eine ganzheitliche Weitung über die materialistische und rationale Beengtheit des modernen Lebens hinaus und setzen kraftvolle Neuorientierungen und Impulse zur persönlichen Lebensgestaltung frei.